Corporate Design

Visuelle Identität eines Unternehmens. Dazu gehören verschiedene Gestaltungselemente, mit denen sich ein Unternehmen in der Öffentlichkeit präsentiert. Diese sollten VOR dem Start allesamt sorgfältig erdacht, geplant und definiert sein. Sie dienen in ihrer Gesamtheit einem langfristigen, durchgehend einheitlichen, stringenten Einsatz (zeitlich ungebunden, resistent gegen Zeitgeist und abklingende Trends), welcher indirekt auch den Bekanntheitsgrad des jeweiligen Unternehmens durch Konformität untermauern soll.

1. Graphikdesign

  • die Art der Unternehmens- bzw. Hausfarbe. Dieser folgen die Geschäftsausstattung, sämtliche Werbemittel, Prospekte, Print- und Onlinemedien, die Messestände, das Firmeninterieur, die Fassaden- und Raumgestaltung, die Fahrzeugfarbe, die Give-aways, die Umverpackungen - kurzum: die gesamten, umzusetzenden Maßnahmen innerhalb der Kommunikationspolitik.
  • die Farbstimmung folgt der Hausfarbe. Sie wird meistens in HKS, Pantone- und Vierfarbdruck-Skalen vorgegeben. Bereits leichte Nuancendifferenzen können zu Defiziten in der Wiederkennung der Farbanmutung führen. Einsatzgebiete wie oben.
  • Art, Farbe und Form des Logos als merkfähiges Absenderzeichen des Unternehmens
  • Größe, Anordnung des Logos im Satzspiegel einer Drucksache bzw. innerhalb eines digitalen Mediums (linksbündig, rechtsbündig, mittig, oben, unten)
  • Typographie: betrifft die Auswahl, Art des Zeichensatzes (light, normal, fett, kursiv, extrafett etc.), Anordnung, Größe und Stil der eingesetzten Schriftart/en; zudem um die Textanordnung; alle Faktoren bestimmen die Anmutung der Werbemittel
  • Fotostil: betrifft die so genannte Key Visuality, eine typische Bildauffassung, Bildsprache, bestehend aus gut merkfähigen Kernbildern (Big Pictures) zur möglichst attraktiven, plakativen visuellen Veranschaulichung der Leistung und zur Verdeutlichung der werblichen Aussage; in TV-Umgebungen gerne kombininiert mit akustischen Elementen wie Musik oder einem Jingle (charakteristische Klangfolge mit Tönen) zur emotionalen Untermalung der Werbebotschaft
  • Layoutraster: umfasst die zweckmäßige Seiteneinteilung von Werbemitteln nach gestalterischen Ordnungsprinzipien; es definiert dabei anderem die Text-/Bildgewichtung und soll für einen möglichst einprägsamem Layout-Look (wichtig z. B. bei Anzeigen) sorgen.
  • Anordnung von Firmenbezeichnung und Adresse
  • Look und Anordnung des Slogans bzw. Claims in Bezug auf das Logo; ebenso das Verhältnis der Größe zueinander.

2. Sprachdesign

  • definiert die Corporate Tonality bzw. das Corporate Wording bzw. den Tone of Voice, also der angestrebte Grundton aller zukünftigen Unternehmensaussagen
  • Slogan: in einem Satz zusammengefasste, erklärende, möglichst einprägsame Kernaussage des Unternehmens. Meist räumlich dem Logo zugeordnet, um Botschaft und Absender optisch zu komprimieren.

3. Architekturdesign

Stil und Architektur des Firmengebäudes, des Interieurs, der Einrichtung sowie der Innenausstattung

4. Objektdesign

Look und Art der Gestaltung der in einem Unternehmenhergestellten Produkte (besonders wichtig bei Herstellern)

Alle oben aufgeführten Erscheinungsmerkmale sollten stets in derselben, ein Mal definierten Form,  langfristig und unverändert eingesetzt werden, um ein einheitliches, einprägsames Gesamtbild zu erzielen, welches leicht (da immer konsequent gleich) von den Zielgruppen im riesigen Markt und in der täglichen Informationsflut wiedererkannt werden kann. Durch den Einsatz in der Geschäftsausstattung (Visitenkarten, Briefbögen, Anschreiben, Rechnungen, Angeboten, Stempel), auf Prospekten,  Firmenfahrzeugen, Messeständen, Give-Aways, kurz: im ganzen Marketing-Mix. Genau so wie eine Person, die man bereits kennengelernt hat und wiedererkennt an ihren gleichbleibenden Attributen. Falls zu einer späteren Zeit Änderungen erforderlich sind, sollten diese immer in subtilen, minimalen, äußerst bedachten Schritten erfolgen. Dabei sollte zuvor abgewogen werden, ob die Änderungen auch die definierten Unternehmensziele erreichen können oder nicht.