AIDA-Regel

Begriff aus der Werbepsychologie. Bezeichnet die Formel für die vier Stufen des typischen Verkaufsvorgangs:

  1. Attention (Aufmerksamketi)
  2. Interest (Interesse)
  3. Desire (Wunsch)
  4. Action (Handlung)

Ambient Media

Bezeichnet Werbemittel, die in Form von Außenwerbung im direkten Lebensumfeld einer Zielgruppe eingesetzt werden. Beispiele sind in Gastronomien ausgelegte Gratispostkarten, Werbung auf Pizzakartons, Brötchentüten, Plakate in den Toiletten von Autobahnraststätten, Kneipen und Diskotheken, Aufdrucke auf Böden oder Treppen in Kinos oder Universitäten,  Spind- oder Duschplakate in Fitness-Studios, mobile Außenwerbung an großen Straßenkreuzungen etc.  Herausforderung im Marketing ist die Positionierung des Werbemediums an für die Zielgruppe geeigneten Orten.

 

 

Anzeigen

Anzeigen gehören zu den klassischen Werbemitteln. Ihre Schaltung muss man teuer bezahlen, danach müssen sie eventuell in Anzeigenwäldern bestehen. Damit sie ihr Werbeziel erreichen, gesehen und gelesen werden, müssen sie gut getextet und gestaltet und oft wiederholt werden. Nur wenn die Leserschaft des Mediums genau ihrer Zielgruppe entspricht, sind sie geeignet.

Rechnen Sie jedoch zunächst mal mit eher geringem Involvement bei Ihren Zielgruppen. Schon 1993 wordete Meyer-Hentschel Management Consulting auf Seite 20 von "Erfolgreiche Anzeigen": "Wer erfolgreiche Werbung betreiben möchte, sollte sicherheitshalber mit einem sehr geringen Interesse für seine Botschaft rechnen. Vielleicht hilft dabei auch ein bisschen Bescheidenheit. Diese Eigenschaft findet man immer wieder bei guten Werbeleuten. Bescheidenheit, die zu der Erkenntnis führt, sich und sein Produkt nicht so wichtig zu nehmen. Man muss eben respektieren, dass es Menschen gibt, die kein Interesse an dem Produkt haben. Erst recht nicht an der Anzeige. Von einer solchen Grundhaltung ausgehend, wird man automatisch bessere Anzeigen gestalten. Anzeigen, die die richtigen Informationen gut aufbereitet anbieten: schnelle Anzeigen..."

Schön und gut. Jedoch ist in puncto Anzeigen die Formatauswahl vor dem Hintergrund meist hoher Schaltungskosten eine erste Hürde. Zu kleine Anzeigen enthalten ihren potenziellen Beachtern wichtige Tatsachen vor und geben nicht genug Information für eine intelligente Entscheidung. Eine zu große Anzeige verschlingt kostbares Marketing-Budget.

Unternehmen aller Größen schalten eine Anzeige und danach geschieht erst mal nichts. Zu wenige halten nicht durch, machen den Fehler, das Medium nicht lange genug und vor allem wiederholt zu nutzen. Richtig ist, die Anzeige weiterhin exakt am selben Platz laufen zu lassen, denn selbst brillantes Marketing klappt nur selten auf Anhieb. Menschen sind augenblickliche Belohnung gewöhnt. Auftraggeber wollen ihr Motiv am Montag schalten und am Mittwoch auf dem Konto den verdoppelten Einsatz sehen, welchen die Anzeigenverkäufer ihnen am Dienstag abgenommen haben. Irgendwann wurde nachgewiesen, dass eine Marketinginformation mindestens neun Mal in das Bewusstsein eines Interessenten eindringen muss, bevor dieser zum Kunden wird.

Demnach sind in den ersten drei Monaten keine großartigen Ergebnisse zu erwarten, davor ist alles eher Glück und reiner Zufall. Danach sind jedoch einige positive Effekte aus dem Marketing erwarten, die, Ausnahmen ausgenommen, von Monat zu Monat besser werden sollten. Wenn die Leser nämlich beobachten, dass eine Werbung regelmäßig erscheint, dass ein Unternehmen sich also den kritischen Augen der Öffentlichkeit nicht entzieht und dass Beständigkeit wohl zu seinen Werten gehört, werden sie allmählich Vertrauen in den Inserenten setzen. Gerade bei Anzeigen gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein und ist allemal besser, als nur ein Mal im Jahr eine fette Anzeige und danach nicht mehr...

Wer durch die einzig kommunikationspolitische Maßnahme "Schalten einer Anzeige in einer örtlichen Tageszeitung, je nach Tageslaune und Budget" enormen Umsatzuwachs, Erweiterung des Kundenkreises und schlagartige Bekanntheit erwartet, sollte besser gleich mehrere Gänge runterschalten: Erfolgreiche Kommunikationspolitik ist meist strategisch geplant (bei Anzeigen gibt es einen dezidierten Mediaplan) und stellt ein stimmiges Auftreten des Unternehmens sicher. 

Appeal


dt. Anreiz, Anziehungskraft. Bezeichnet den Grad der Kenntnisnahme einer Werbebotschaft durch den/die Umworbene/n.

Eine Werbeaussage, die z. B. auf die gediegene Lebensart abzielt, sollte sich durch Snob Appeal auszeichnen; eine mit Einsatz prominenter Persönlichkeiten durch Endorsement Appeal (engl. to endorse = fürsprechen, unterstützen). Weitere: Emotional Appeal, Humor Appeal, Adventure Appeal, Romance Appeal, Youth Appeal u.v.m.


 

Autorenkorrektur

Im Bereich der Drucklegung die Korrektur durch den Autor bzw. den Auftraggeber bzw. Kunden, welche vom ursprünglichen Manuskript bzw. der Vorlage nachträglich abweicht. Die Ausführung wird deshalb gesondert in Rechnung gestellt.